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Von Blaubärten und Rotkäppchen

Grimms grimmige Märchen
Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Tatar, Maria
Verfasserangabe: Maria Tatar
Jahr: 1990
Mediengruppe: Sachliteratur
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Zweigstelle: Sachlit. 1. OG Grün Standorte: PBM 50 TAT Status: Verfügbar Vorbestellungen: 0 Frist:

Inhalt

Wie fänden Sie es, wenn Schneewittchen nicht von der bösen Stiefmutter, sondern von der leiblichen Mutter mit Hass und Mordabsichten verfolgt würde? So etwas sollte man, finden Sie, Kindern nicht erzählen? Ähnlich haben auch die Brüder Grimm gedacht und das getrübte Familienglück - das in der ursprünglichen Fassung des Märchens den Ausgangspunkt von Schneewittchens Irrweg durch den Wald und dessen Einkehr bei den Sieben Zwergen bildete - durch das Eindringen einer fremden Frau in die Vater-Tochter-Gemeinschaft ersetzt. Gerissene Familienbande sowie allzu deutliche sexuelle Anspielungen, befanden die Brüder, sind nichts für kleine Kinder. Gleichzeitig fällt auf, dass offen zur Schau gestellten Grausamkeiten selten die Drastik genommen wurde, ja dass sie zuweilen von den Grimms sogar verschärft wurden und die unverhältnismäßige Strafe für harmlose Vergehen - wie Neugier oder Ungehorsam - darstellen. Durch Rückgriff auf bekannte Quellen und Vergleich der unterschiedlichen Ausgaben zeigt Maria Tatar, wie der Märchenstoff beim Übergang von den Volks- zu den "Kinder- und Hausmärchen" den wohlgemeinten didaktischen Absichten der Brüder Grimm Genüge leisten mußte, und legt gleichzeit den Schluss nahe, dass es eben jene Veränderungen waren, die die unvergleichliche Beliebtheit dieser Sammlung bedingt haben.

Details

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Tatar, Maria
Verfasserangabe: Maria Tatar
Jahr: 1990
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Systematik: Suche nach dieser Systematik PBM 50
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ISBN: 3-7017-0657-3
Schlagwörter: Kinder- und Hausmärchen, Geschlechterrolle <Motiv>, Textgeschichte
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Mediengruppe: Sachliteratur